Gesundheitsroman | Autor: Helmut Moldaschl
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. med. Hans-Joachim Meyer, Klinikum Solingen
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„So stehen wir nun auf der Straße, und die Welt ist nicht mehr dieselbe. Sie hat sich dramatisch verändert. Wir steigen in unser Auto ein. Wir fahren nach Hause. Meine Frau hat so etwas wie einen Nervenzusammenbruch. Ich habe sie noch nie so erlebt. Sie braucht eigentlich nun meine Hilfe. Sie tut mir leid. Ich fühle mich nicht wohl. Wir haben die Hölle betreten.“
Es ist ein ganz normaler Tag, als der Autor nach immer heftiger werdenden Magenbeschwerden widerwillig seinen Hausarzt aufsucht, um sich eine vermutete Gastritis bescheinigen zu lassen. Doch was tatsächlich folgt, ist neben der ‚Diagnose Magenkrebs‘ der monatelange Kampf ums Überleben.
„Diagnose Magenkrebs ... und zurück ins Leben“ ist eine außergewöhnliche Zeit-Reise mit einem außergewöhnlichen Menschen. Ein Buch, das Mut macht – auch und gerade in vermeintlich hoffnungslosen Fällen.
Und so schreibt Helmut Moldaschl vier Jahre nach dem lebensrettenden Eingriff in sein Rad-Tagebuch: „Dritte große Reise nach der Operation: In die Bourgogne. Mein neuer Computer zeigt: 1060 km und insgesamt 6300 Höhenmeter. Nur aufwärts gemessen. In 16 Tagen.“
Die Deutsche Krebsgesellschaft urteilt: "Ein hervorragendes Buch zum Thema Krebs."
Dr. Helmut Moldaschl, Jahrgang 1943, ist Physiker und Mathematiker. Er lebt in der Nähe von Erlangen und leitet die von ihm vor ca. 10 Jahren gegründete Firma IPM integratives prozessmanagement.
Der Magenkrebs stellt trotz generell abnehmender Anzahl der Neuerkrankungen, allerdings bei relativer Zunahme der Tumorlokalisation im oberen Magendrittel, weltweit weiterhin eine der häufigsten Todesursachen unter den bösartigen Tumoren dar.
Somit hat sich in den letzten 20 Jahren die Gesamtprognose trotz Steigerung der kompletten Tumorentfernung (R0-Resektion) bei gleichzeitiger Senkung der postoperativen Sterblichkeit nicht entscheidend verbessern lassen. Vor allem ist diese Tatsache darauf zurückzuführen, dass in der westlichen Welt auch bei allen Fortschritten in der modernen Medizin mit Einsatz erweiterter diagnostischer Maßnahmen zum Zeitpunkt des Therapiebeginns etwa zwei Drittel der Patienten ein lokal fortgeschrittenes bzw. metastasiertes Tumorstadium aufweisen. Im Gegensatz dazu werden z. B. in Japan in mehr als 60 Prozent der Fälle Magenfrühkarzinome nachgewiesen.
Trotzdem ist die Diagnose Magenkarzinom nicht zwangsläufig mit einem Todesurteil zu vergleichen, wie es der Autor dieses Buches als direkt Betroffener beschreibt. Sicherlich sind die Sorgen und Ängste eines Patienten und der direkten Angehörigen in einer solchen Ausnahmesituation nur zu verständlich, um so mehr, wenn man sich bei einer sehr differenzierten Persönlichkeitsstruktur in den modernen Medien entsprechend weiter informiert und logischerweise die Angaben zu dieser Erkrankung als Nichtmediziner in Relation zu den eigenen Erfahrungen aus den Naturwissenschaften setzt.
Solche Schlussfolgerungen sind aber äußerst problematisch bzw. zu pessimistisch, da sich die Behandlung des Magenkarzinoms in einem Umbruch befindet, mit dem Ziel, den Patienten möglichst individuell optimale Therapieverfahren anbieten zu können. Dieses gilt sowohl für die lokal kurativen Maßnahmen in frühen Tumorstadien als auch für die mehrschichtigen (Chemotherapie, ggf. Strahlentherapie einschließlich Operation) Behandlungsansätze bei fortgeschrittenen Tumoren. Grundvoraussetzung für eine solche maßgeschneiderte Behandlung ist die möglichst exakte Erfassung des jeweiligen Krankheitsstadiums durch eine erweiterte Diagnostik, z. B. der vorgeschalteten Bauchspiegelung. Durch eine solche Untersuchung kann auch die Indikation zum Einsatz einer präoperativen (neoadjuvanten) Chemotherapie gestellt werden. Angestrebt wird dabei eine Verkleinerung des Magenkrebses, damit eine vollständige Entfernung des Tumors möglich wird. Bisher vorliegende Ergebnisse zu diesem Vorgehen haben gezeigt, dass bei effektiver lokaler Tumorkontrolle – dies beinhaltet unverändert die Durchführung einer R0-Resektion – und gleichzeitiger Kontrolle okkulter (verborgener) Tumorabsiedlungen die Prognose verbessert werden kann. Diesen Prozeduren hat sich der Autor unter Toleranz aller Nebenwirkungen unterzogen und erfreulicherweise konnte der Magenkrebs komplett operativ entfernt werden.
Helmut Moldaschl beschreibt in außerordentlich eindrucksvoller Weise die persönlichen Empfindungen und das Wechselbad zwischen Ängsten und Hoffnungen bei Konfrontation mit der Diagnose Magenkarzinom. Imponierend ist dabei die Darstellung zur Aufnahme des Kampfes gegen den Krebs („Sparringspartner“), gestärkt durch die Unterstützung der Familie und enger Freunde. Der Wille zur Bewältigung der Erkrankung und Wiedererlangung der Leistungsfähigkeit hat siegen können: Der beste Beweis sind die Fotografien der postoperativ durchgeführten Fahrradtouren.
Nicht nur die in der Onkologie tätigen Ärzte, sondern auch andere Betroffene und deren Angehörige werden sich von den Aufzeichnungen im vorliegenden Buch angesprochen fühlen; besonders von der Tatsache, dass es sich zweifelsohne lohnt, den Willen aufzubringen, mit entschlossener Konsequenz gegen die Erkrankung Magenkrebs zu kämpfen, um dann auch eine entsprechende Lebensqualität, vor allem mit dem Grundbedürfnis einer oralen Nahrungsaufnahme, wiedererlangen zu können.
Hans-Joachim Meyer
Prof. Dr. med. H.-J. Meyer ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Städtischen Klinikum Solingen. Er ist zweiter Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und Leiter der Arbeitsgemeinschaft oberer Gastrointestinaltrakt sowie der Organgruppe Magenkarzinom der chirurgischen Arbeitsgemeinschaft Onkologie der DGAV.
Telefon: +49 (0)212 / 547-2401
Internet: www.klinikumsolingen.de
Erscheinungstermin: September 2008
Umfang: 160 Seiten, 15 Farbtafeln
Format: 14 x 22 cm
Ausstattung: Paperback
ISBN: 9783902647108
Ladenpreis: EUR 19,90 [D], EUR 20,50 [A], CHF 35,50 [CH]
