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Bücher Die biographischen "Wolfskind"-Romane

Autorin: Ursula Dorn

Kommentare von PD Dr. Winfrid Halder

Band 1: Ich war ein Wolfskind aus Königsberg

Band 2: Das Wolfskind auf der Flucht

Band 1: Ich war ein Wolfskind aus Königsberg

Leseprobe (PDF)

Details

Erscheinungstermin: März 2011 (3. Auflage)

Umfang: 172 Seiten, 6 Farbtafeln

Format: 14 x 22 cm

Ausstattung: Paperback

ISBN: 978-3-902647-09-2

Ladenpreis: EUR 19,90 [D], EUR 20,50 [A], CHF 35,50 [CH]

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ISBN eBook: 978-3-902647-83-2

Preis eBook: EUR 14,99 [D, A]

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Klappentext

Wir wussten ja überhaupt nichts von der übrigen Welt oder was außerhalb von Litauen los war, oder ob es überhaupt noch was anderes als Litauen gab. Jahreszahlen, Monate, Tage oder ein Zeitgefühl gab es für uns nicht. Wir waren halt keine Menschen mehr, nur noch Wolfskinder, die sich im Kreis drehten oder umherliefen. Manchmal sagte ich zu meiner Mutter: „Mutti, was soll bloß aus uns werden. Ich kann nicht lesen, nicht schreiben, nicht rechnen und nicht mehr richtig Deutsch sprechen.“ - „Ich weiß es auch nicht, wie das mal enden soll. Wären wir doch bloß alle krepiert, dann brauchten wir das nicht mehr miterleben.“ Weinend gingen wir oftmals durch die Gegend und waren am Ende, aber wir rafften uns immer wieder auf.

Inhaltsverzeichnis

Prolog: Neunzehnhundertzweiundneunzig 9
Hintergründe: WolfskinderEine Einführung von Heike Wolter (Lektorat) 13
Ich war ein Wolfskind aus Königsberg 17
Woher ich komme 19
Kinderwelt in Königsberg? 21
Kleine Fluchten 23
Im Krieg 25
Leben im Dunkel 28
Bleiben oder gehen? 31
Die Russen kommen 33
Wie Viehzeug getrieben 35
Ins Ungewisse 37
Auf dem Treck 41
Zurück nach Königsberg 46
Vogelfrei 48
Wo ist Oma? 51
Überleben 52
Betteltouren 55
Die Geschichte mit dem Hund 60
Hungerwinter 1946 63
Nur weg von hier 65
Nach Hause 69
Mit Mutter von Königsberg nach Kaunas 72
Raus aufs Land 75
Nimm dich in Acht! 77
Zwischen Sehnsucht, Angst und Trauer 81
Einsiedelei 83
Immer nur weiter 85
Über Litauen 89
Ein kleines Menschenkind 91
Tägliches Drama 93
Herberge gegen Arbeitskraft 95
Ein wenig Sonne 98
Ewig im Kreis? 101
Womit haben wir das nur verdient? 104
Endlich eine Bleibe 109
So was wie Alltag 111
Wiedersehen und Abschied 115
‚Du Germansky?’ 119
Russland, Polen oder Deutschland? 122
In der Heimat? In der Fremde? 132
Lager Siebenborn 134
Gerade das Allernötigste 136
Ein Neuanfang 140
Suchdienst München:
‚Herbert Wedigkeit sucht seine Eltern.’ 143
Epilog – Was danach geschah ... 149
Die Last der Erinnerung: Ein Kommentar von PD Dr. Winfrid Halder 153

Über die Autorin

Über sechs Jahrzehnte sind vergangen, bis die 1935 in Königsberg (Ostpreußen) geborene Ursula Dorn den Mut fasste, das zu erzählen, was sie als 10jähriges Kind erfahren musste.

Sie lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Göttingen. In ländlicher Abgeschiedenheit hat sie die Ruhe gefunden, ihre Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg zu bewältigen.

Die Erinnerungen an ihr Dasein als Wolfskind hat sie in einer packenden Geschichte verarbeitet.

Hintergründe: Wolfskinder

Wie hungrige Wölfe schlugen sich nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges deutsche Kinder durch Polen und Litauen, um sich selbst am Leben zu erhalten oder mit ihren Bettelzügen das Nötigste für ihre Familien zu finden. Von einer behüteten Kindheit war nichts zu spüren. Elend und Angst prägten die Entwicklung der Kinder.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs, nach der Einnahme Ostpreußens durch sowjetische Truppen 1945, fanden Kinder oft ihre Familien nicht mehr wieder oder Mutter und Vater waren verhungert, vertrieben oder ermordet worden. Sie waren auf sich allein gestellt.

Die historische Forschung geht von etwa 25.000 solcher Kinder aus, die allein oder in kleinen Gruppen durchs Land zogen. Etwa 5.000 von ihnen gelang die Flucht nach Litauen. Dort wurden sie meist von den Litauern für einige Zeit mit versorgt. Doch nur kleine Kinder, die sich ihrem neuen Leben rasch anpassten, Litauisch lernten und ihren deutschen Hintergrund vergaßen, blieben dauerhaft in den Familien. Alle anderen wurden, nachdem man sie eine Zeitlang aufgenommen, aber auch als billige Arbeitskräfte eingesetzt hatte, weiter geschickt. Dies geschah vor allem aus der eigenen Not und der Angst heraus, von sowjetischem Militär gestellt zu werden. Dann drohte nämlich die Deportation der eigenen Familie.

Viele Wolfskinder sind auf ihren Wanderungen ums Leben gekommen – verhungert, entkräftet, erschlagen. Andere blieben in Litauen, bauten sich dort ein Leben auf. Wieder andere – etwa 200 – siedelten nach Deutschland um. Oftmals mit dem Lebensmotto: ‚Sei froh, dass du lebst; vergiss, was war; schau nach vorn!’

Nur vorsichtig suchen sie nun nach den Spuren ihrer Identität. Das Zurückblicken aber ist es, was dieser ‚vergessenen Generation’ (Sabine Bode), die zwischen allen Fronten stand, helfen könnte.

Das hat auch die Autorin, Frau Dorn, erkannt, wenn sie schreibt, sie habe sich mit diesem Buch alles ‚runtergeschrieben’.

Heike Wolter (Lektorat)

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Lesungen

21. April 2010, 19.00 Uhr: Lesung in Schmölln / Thüringen, Stadtbibliothek Schmölln, Markt 42/43

14. April 2010, 19.30 Uhr: Lesung im Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, Ritterstr. 10, 21335 Lüneburg, Tel. +49 (0)4131 75 99 50

18. Februar 2010, 19.00-21.00 Uhr: Stiftung Martin-Opitz-Bibliothek, Herne

2. März 2009, 19:00 Uhr: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Düsseldorf, Lesung mit Ursula Dorn, "Ich war ein Wolfskind aus Königsberg". Informationen als PDF

Ursula Dorn: Lesung in der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Ursula Dorn: Lesung in der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Ursula Dorn: Lesung in der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus

Rezensionen

FOCUS, 18. Mai 2009: "Deutsches Karthago. Zwei Bücher erinnern aus höchst unterschiedlicher Perspektive an den Untergang von Königsberg"

Preußische Allgemeine Zeitung, Nr. 5, 31. Januar 2009: "Hunger, Tod und keine Hoffnung. Wolfskind erinnert sich an den Überlebenskampf im zerstörten Ostpreußen"

Band 2: Das Wolfskind auf der Flucht

Leseprobe (PDF)

Details

Erscheinungstermin: August 2010

Umfang: 156 Seiten, 15 Farbtafeln mit teils seltenen Facsimile-Abdrucken (siehe links):

* 1948: Quarantäne-Bescheinigung des Quarantänelagers Siebenborn in Eisenach (Thüringen)
* 1949: Abschlusszeugnis der Deutschen Einheitsschule, Grundschule Weißbach
* 1953: Regierung der Deutschen Demokratischen Republik, Staatssekretariat für Berufsbildung: Ursulas Facharbeiterzeugnis für die Prüfung als Knopfmacher.
* 1953: Ursulas Laufzettel für das Aufnahmeverfahren im Lager Spandau, Berlin West
* 1954: Ursulas Meldekarte vom Arbeitsamt Hamburg, Durchgangslager Hamburg-Wandsbek, „Fürsorgeabteilung“
* 1954: Ursulas Einweisungsbescheid (Registrierschein) des Durchgangslagers Hamburg-Wandsbek nach Nordrhein / Westfalen
* 1954: Ursulas Arbeitslosen-Meldekarte vom Arbeitsamt Kempen
* 1955: Bundesrepublik Deutschland, Ursulas Ausweis für Vertriebene und Flüchtlinge.

Format: 14 x 22 cm

Ausstattung: Paperback

ISBN: 978-3-902647-30-6

Ladenpreis: EUR 19,90 [D], EUR 20,50 [A], CHF 35,50 [CH]

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ISBN eBook: 978-3-902647-84-9

Preis eBook: EUR 14,99 [D, A]

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Klappentext

Im Winter fanden wieder die Zirkelabende von der FDJ statt. Aber die meisten Dinge dort berührten mich überhaupt nicht, so zum Beispiel Marx und Engels, Liebknecht und Luxemburg, Lenin und Stalin. Ich hatte andere Sorgen: Wie überleben wir das alles, war meine wichtigste Frage.

Von mir wollten die Anderen oft wissen, was ich in Königsberg und Litauen erlebt hatte. Manchmal habe ich gesagt, dass ich nicht immer darüber sprechen kann, weil all die furchtbaren Erinnerungen wieder in mir hochkamen und ich alles nachts wiedererlebte. Aber ich schwieg auch aus einem anderen Grund: Es war offiziell verboten, über ‚Flüchtlinge’, ‚Heimatvertriebene’ oder gar ‚Wolfs­kinder’ zu sprechen. Der Staat bezeichnete uns als ‚Übersiedler’ und betonte, dass wir freiwillig in die DDR gekommen seien.

Über die Autorin

Nach ihrem Buch „Ich war ein Wolfs­kind aus Königsberg“ berichtet die 1935 in Königsberg (Ostpreußen) geborene Ursula Dorn nun über die Fortsetzung ihrer tragischen Geschichte. Dem Krieg entronnen bleibt sie auch in der DDR fremd und nutzt 1953 die Chance zur Flucht in die Bundesrepublik. Doch auch im „goldenen Westen“ ist das Leben als Flüchtling äußerst beschwerlich. Durch ihre zupackende Art gelingt es Ursula allen Schwierigkeiten zum Trotz, sich nach vielen harten Jahren eine glückliche Existenz aufzu­bauen. Das Wolfskind „Ulla“ kommt als junge Frau endlich wirklich in dem von ihr ersehnten Leben an.

Inhaltsverzeichnis

Das Wolfskind aus Königsberg:Was bisher geschah 8
Das Wolfskind auf der Flucht 11
Zu alt für die Schule 13
Gute und schlechte Nachrichten 16
Ein starker Wille 18
Nur Zoselsuppe 19
Mein erstes Zeugnis 21
Nur nichts vergessen 23
Glücklich überstanden 25
Weihnachten 1949 29
Nehmt euch mal ein Beispiel! 31
Ein zufriedener Pastor 35
Nicht mal ein Bett 39
Wenigstens zuschauen 42
In blauer Bluse 45
Sport frei! 48
Vorfreude, schönste Freude 51
Ein armes Menschenkind 54
Tanzstunden bei der FDJ 56
Erwachsenwerden 59
Die Lauflokomotive 61
Zwischen Hitler und Stalin 63
Bau auf, bau auf, bau auf 65
Zwei Florentiner 67
Wie ein Donnerschlag 71
Aufruhr 74
Fluchtpläne 76
Ins Ungewisse 80
Schwarze Menschen 82
Über und unter den Wolken 86
Im goldenen Westen 89
Das erste Paar Schuhe 92
Amtsdeutsch 94
Aufbegehren 95
Wozu habe ich Dich denn in die Welt gesetzt? 98
Ersatzmutter 101
Von morgens bis abends auf Trab 103
Ein Sonntagsbraten für Alona 104
Nicht nur Trauer haben 107
Dreistufenröcke und Petticoats 108
Liebe auf den ersten Blick? 110
Versöhnung 113
Eine Zukunft für uns 116
Gemeinsam statt einsam 118
Endlich angekommen 120
Fotos und Dokumente von 1948 bis 1958 123
Begriffe der ehemaligen DDR 139
Ein ganz normales (Flüchtlings-)Leben oder Vom pädagogischen Wert des Unspektakulären
Ein Kommentar von PD Dr. Winfrid Halder 141

Stichworte: Wolfskinder ; Ostpreußen ; Vertriebene ; Flüchtlinge ; ehemalige DDR ; Leben in der DDR ; Bundesrepublik Deutschland BRD ; FDJ ; Deutschlandtreffen ; Hitler und Stalin ; HO Handelsorganisation ; Kasernierte Volkspolizei ; Nationale Volksarmee ; VEB Volkseigener Betrieb ; VVB Vereinigungen Volkseigener Betriebe ; Ausweis für Vertriebene und Flüchtlinge ; Quarantänelager Siebenborn ; Quarantäne ; Quarantänebescheid Quarantäne-Bescheinigung ; Abschlusszeugnis Deutsche Einheitsschule ; Deutsche Demokratische Republik ; Facharbeiterzeugnis ; Laufzettel für das Aufnahmeverfahren im Lager Spandau ; Fürsorgeabteilung und Meldekarte Durchgangslager ; Hamburg-Wandsbek ; Einweisungsbescheid für Flüchtlinge ; Flucht und Vertreibung in der DDR BRD ; Arbeitslosen-Meldekarte ; Bundesrepublik Deutschland ; Sowjetzonenflüchtling Bundesvertriebenengesetz

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