Babyzauber – Dein persönlicher Begleiter für eine entspannte Schwangerschaft, Geburt und erste Babyzeit

Autorin: Sarah Schmid

Erscheinungstermin: Mai 2014
Umfang: 116 Seiten
Format: 21 x 15 cm
Ausstattung: Paperback
ISBN: 978-3-902943-48-4

 19,90 (as of 5. April 2016, 11:15) inkl. USt.

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Babyzauber ist dein persönlicher Begleiter für eine entspannte und selbstbewusste Schwangerschaft, Geburt und erste Babyzeit. Sarahs wertvolle Tipps helfen dir dabei, deine Intuition zu schärfen und gängige Gewohnheiten zu hinterfragen.

Lerne, die Signale deines Körpers im Rahmen deiner Selbstvorsorge zu interpretieren. So bist du stets gut informiert und kannst die magischen 9 Monate mit deinem kleinen Bauchbewohner gesund genießen.

Damit die Geburt zu einem sicheren Höhepunkt wird, planst du sie mithilfe dieses Buches bis ins kleinste Detail. Du überlässt nichts dem Zufall und prüfst deine Geburtshelfer bereits im Vorfeld auf Herz und Nieren.

Das Baby ist da und mit ihm Emotionen, die du so nicht kanntest. Tauche ein in eine erfüllende Stillzeit und sei stolz auf deine einzigartigen Mama-Fähigkeiten. So wirst du auch Babys ersten Schnupfen besiegen und weißt, wie du turbulente Nächte und manch andere Herausforderungen mamaschonend meisterst.

Mit im Buch: Viel Platz für deine Notizen und Erinnerungen • Tipps zum Alltags-Management mit Baby • Ernährungstipps & Rezepte für leckere Gerichte in Schwangerschaft und Stillzeit

Textauszug

Schmerz lass nach!

„Das tut jetzt mal weh!“, sagt der Arzt. Und schon spüren wir Schmerz, oft schon, bevor irgendetwas wirklich Schmerzhaftes geschieht. Unsere Schmerz-Erwartung prägt also unser tatsächliches Schmerz-Erleben.
Da man uns eingetrichtert hat, dass eine Geburt schmerzhaft zu sein hat, erwarten wir genau das. Ist es daher erstaunlich, wenn als schmerzvoll erwartete Geburten auch tatsächlich schmerzvoll verlaufen? Anspannung in Erwartung von Schmerz führt zu Schmerz, der wiederum zu mehr Anspannung führt und zu noch mehr Schmerz. Ein Teufelskreis.
Wie wäre es aber, wenn du deine Geburt freudig, (nahezu) schmerzfrei, ja berauschend und ekstatisch erleben würdest? Unmöglich? Es ist möglich, wie viele Berichte (unter anderem im Buch „Alleingeburt“, edition riedenburg) zeigen.
Wehen sind ja eigentlich nichts weiter als starke Muskelkontraktionen und an und für sich schmerzfrei. Der Wehenschmerz resultiert hauptsächlich aus Verspannungen, die entstehen, wenn man sich – bewusst oder unbewusst – gegen die Kraft der Kontraktionen zu wehren versucht. Der Trick im Hinblick auf eine schmerzfreie Geburt lautet also: Entspannung.
Erwarte beim Gebären keinen Schmerz, sondern lass dich von Wellen tragen. Die Geburtswellen werden kräftig und wild wie die Natur über dich hinwegrollen, aber sie werden nie lebensbedrohlich oder gefährlich sein. Sie treiben dich auf dein Baby zu, und du schwimmst mit ihnen mit, lässt dich in ihnen treiben.
Verspürst du dennoch Schmerz, nimm ihn an, schwimme furchtlos in ihn hinein und lass ihn wieder gehen.
Für deinen Geburts-Freischwimmer ist eine natürliche Umgebung hilfreich, die es dir erlaubt, in dir selbst zu versinken und dich treiben zu lassen. Weil du dich dem Geschehen vollständig hingeben können musst, um Schmerzen zu vermeiden, stört dich ab einem gewissen Zeitpunkt möglicherweise jeder, der dich anspricht, dich am instinktiven Bewegen hindert oder dich gegen deinen Willen berührt. Alle diese Dinge erwarten deine Reaktion und bringen dich deshalb leicht aus dem Takt. Sie lassen dich leicht verspannen und führen dann zu unnötigem Schmerz.

In dieser Zeit des Einswerdens mit den Wehenwogen hilft es, sich etwas vorzustellen oder etwas anzuschauen, das das Ziel im Blick behalten lässt.
Viele Frauen wählen Blumen in irgendeiner Form, da sie das Sich-Öffnen und die Schönheit des werdenden Lebens symbolisieren. Auch das Bild mit einer Welle, einer Spirale oder einem offenen Tor sind hilfreiche Motive, um darin während der Geburt hypnotisch zu versinken. Auch ein Blick in den freien Himmel oder in die Natur (wenn du draußen dein Baby bekommst oder aus dem Fenster einen Blick darauf erhaschen kannst) hilft, entspannt zu bleiben.
Verschiedene Atemtechniken, das Singen von meditativen Liedern, tiefen Tönen oder das Aufsagen von sogenannten Geburtsmantras wie „Ich werde ganz weit“ helfen, den Körper und speziell die Mund-Kiefer-Region zu entspannen. Hast du dort oben Entspannung, dann tritt auch Entspannung im Becken ein.

 

Blasensprung

Die Fruchtblase kann schon vor Einsetzen der Wehen aufgehen oder erst kurz vor der Geburt. Manche Babys werden sogar mit Glückshaube geboren, kommen also in intakter Fruchtblase zur Welt.
Als vorzeitigen Blasensprung bezeichnet man einen Riss in der Fruchtblase vor dem Einsetzen der Wehen. Findet er weit vor dem erwarteten Geburtstermin statt und läuft nur wenig Fruchtwasser aus, handelt es sich evtl. um einen hohen Blasenriss, der sich auch wieder verschließen kann.
Geht das Fruchtwasser mit einem großen Platsch oder in größerer Menge kontinuierlich ab, so ist der Beginn der Geburt bald zu erwarten. Im Krankenhaus entsteht nach einem wehenlosen Blasensprung nicht selten ein gewisser Zeitdruck, weil man die Geburt innerhalb einer bestimmten Zeit nach dem Blasensprung vorantreiben will. Ist man zu Hause, kann man im Prinzip so lange abwarten, wie sich kein Fieber oder Unwohlsein als Zeichen für eine Infektion einstellen.
Gut zu wissen: Auch nach einem Blasensprung wird beständig Fruchtwasser nachgebildet, so dass das Baby nicht auf dem Trockenen liegt. Zu Hause, aber noch viel mehr in der Klinik, sollte jetzt auf jede vaginale Untersuchung verzichtet werden, um keine Keime nach oben in Richtung Kind zu schieben.
Der stetige Fruchtwasserfluss spült (gesundes Scheidenmilieu vorausgesetzt) normalerweise zuverlässig alles an Keimen nach unten zum Scheidenausgang hin, was dem Kind gefährlich werden könnte.
Hierzulande empfiehlt man hin und wieder noch der Mutter nach einem Blasensprung eine liegende Position und das Rufen der Rettung. So will man einem eventuellen Nabelschnurvorfall vorbeugen. Dieser ist bei einem reifen Kind in Schädellage aber so gut wie ausgeschlossen, weil das Köpfchen den Muttermund „abdichtet“ und so ein Vorbeitreiben einer eventuell tiefliegenden Nabelschnur verhindert.
Es gibt auch keine wissenschaftlichen Belege, die den mutmaßlichen Nutzen dieses Vorgehens (hinlegen, Rettung alarmieren) bestätigen. In vielen anderen westlichen Ländern ist eine solche Empfehlung völlig unbekannt.
Sinnvoller ist, nach einem Blasensprung die Toilette aufzusuchen und in fortwährenden Kippbewegungen das Fruchtwasser sowie, falls vorhanden, Harnblasen- und Darminhalt zu entleeren.
Durch die Zustandsveränderung innerhalb der Gebärmutter wird dein Körper aktiv aufgefordert, Wehen zu erzeugen.

Inhaltsverzeichnis

Schon schwanger! … oder übt ihr noch? … 7
Wenn es nicht gleich klappt … … 8

Es wird ein … Baby! … 11
Schwangerschaftsdauer und Entbindungstermin … 12
Die ersten 12 Schwangerschaftswochen … 15
Hormone und Gefühle … 16
Erste Hilfe bei Übelkeit … 20
Schwangerenvorsorge … 22
Ultraschall … 24
Ernährung – die beste Selbstvorsorge … 26
So erhielten die Urvölker ihre robuste Gesundheit … 28
Ein hoher Zuckerkonsum und seine Auswirkungen … 30
Keine Zeit zum Kochen? … 34

Das mittlere Schwangerschaftsdrittel … 35
Kindsbewegungen … 36
Lust aufs Reisen? … 38
Geburtsplanung … 42

Das letzte Schwangerschaftsdrittel … 47
Zeit zum Nestbauen … 48
Bestimmung und Optimierung der Kindslage … 52
Fit in die Geburt … 54
Schon im Becken? … 56
Unsere Säugetiernatur … 57
Praktische Vorbereitungen … 58

Das Baby kommt! … 59
Schmerz lass nach! … 60
Blasensprung … 64
Hilfe, grünes Fruchtwasser! … 66
Was tun bei einem Dammriss?! … 67
Die Herausforderungen der Übergangsphase … 68
Abnabeln – wie, wann und womit? … 70
Die Nachgeburtsphase: Geduld beugt Blutungen vor … 71

Das Wochenbett: Baby-Flitterwochen … 77
Stillen … 78
Die alte und die neue Form … 82
Kleine Schreikunde und hilfreiche Tricks … 84
Mythos Durchschlafen … 86
Der erste Schnupfen … 88
Bärchen, Schnuller und andere Ersatzobjekte … 92
Mein Wohlfühl-Barometer durch Schwangerschaft und Wochenbett … 94

Nährstoffreiche Rezepte für Schwangerschaft, Wochenbett und danach … 97
Hinweise … 98
Knochenbrühe … 99
Irish Stew (Irischer Eintopf) … 99
Ungarisches Gulasch … 100
Lauchsuppe … 100
Kartoffelsuppe … 101
Grüne Bohnen-Eintopf … 101
Linseneintopf … 102
Asiatisch … 102
Bratheringe … 103
Kartoffelbrei … 103
Apfel-Möhren-Rohkost (Dessert oder Beilage) … 104
Königsberger Dorschfilet … 104
Fischstäbchen … 105
Krautpfanne … 105
Kartoffeln und Quark … 106
Nudeln mit Tomatensoße … 106
Hühnerfrikassee … 107
Hühnersuppe … 108
Mamas Spezial-Nährstoffbombe für die Stillzeit … 108

Anhang … 109
Glossar … 110
Wichtige Quellen … 112

 

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Sarah Schmid

Sarah Schmid ist Ärztin, Autorin und sechsfache Mutter. Mit Sachkenntnis und Sympathie entmystifiziert sie Schwangerschaft und Geburt. Ihr Buch „AlleingebSarah Schmid, Ärztin und Autorin von "Alleingeburt"urt“ gibt Sicherheit durch Wissen und schafft stabiles Vertrauen in den eigenen Körper.

Autoren-Website und Blog: www.geburt-in-eigenregie.de

 

 

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