Der Zauber ist entfesselt! (Rituale für Familien)

Was Kinder und Erwachsene aktiv gegen Spannungskopfschmerzen und Migräne tun können.
Selbstwirksame Rituale zum Vorbeugen und Lindern von Schmerzen

Autorin: Aniko Lerch; Illustrationen: Daniel Fernández

Erscheinungstermin: November 2026
Umfang: 138 Seiten, 20 farbige Illustrationen, zahlreiche s/w-Illustrationen; illustrierter Rituale-Teil für Kinder mit Spannungskopfschmerzen und Migräne
Format: 15,5 x 22 cm
Ausstattung: Paperback
ISBN: 978-3-99082-199-2

€ 24,90 inkl. USt.

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ISBN eBook: 978-3-99082-200-5

€ 14,99 inkl. USt.

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Woran liegt es bloß, dass Kilian immer wieder diese fiesen Spannungskopfschmerzen hat? Ziemlich oft quält er sich mit seiner Klammer-Krake herum und spürt einen Druck in der Birne, der kaum auszuhalten ist.

„Na, kommst du auch mal wieder?“, fragen besonders gemeine Zeitgenossen aus seiner Klasse, sobald es Kilian nach einem Kopfweh-Schub endlich zurück in die Schule schafft. Sie wissen ja nicht, wie übel es sich anfühlt, wenn Kilian wegen seiner dröhnenden Schmerzen das Leben nur noch im abgedunkelten Zimmer erträgt.

Zum Glück hält Mama zu ihm. Sein großer Bruder Clemens und Papa helfen ebenso, Klammer-Krake und Klopf-Specht aus Kilians Kopf zu vertreiben. Denn zum Spannungskopfweh kommt auch noch Migräne, wie Kilians weiteres Problem von vielen genannt wird. Und diese Migräne ist eine wirklich scheußliche Angelegenheit, bei der Kilians Kopf fast zerspringt.

Gemeinsam besucht die Familie deshalb den Zauberwald, wo der verhexte Klopf-Specht aus Kilians Kopf zu Hause ist. „Der sieht freundlich aus!“, stellt Kilian fest, als er einen Buntsprecht erblickt. Und schon ist der Anfang gemacht, um den Klopf-Specht aus Kilians Kopf zu befreien und den Zauber zu entfesseln. Denn auch die Klammer-Krake lebt lieber frei im Meer. Lasst euch überraschen, wie sie dorthin zurückfindet!

In diesem liebevoll von Daniel Fernández illustrierten Kinderbuch erfahren Kinder und Erwachsene wichtige Dinge über starkes Kopfweh. Zahlreiche selbstwirksame Rituale ergänzen die fantasievolle Geschichte von Aniko Lerch und helfen Kindern und ihrem Umfeld dabei, akute Schmerzen im Kopf durch konkrete Maßnahmen zu lindern und ihnen langfristig – so gut es geht – aktiv vorzubeugen.

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Aniko Lerch ist nach intensiver Beschäftigung und aus eigener Erfahrung Spezialistin für das Thema „Spannungskopfschmerzen und Migräne bei Kindern“. Mit diesem empathischen Kinderbuch möchte sie betroffenen Familien helfen.

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Wer hat die Bilder zu diesem Buch gemacht?
Das war ich, Daniel Fernández. Ich wurde in Santiago de Chile geboren und arbeite heute in Deutschland als Creative Director und Illustrator. Ich bin Mitgründer der Studios Lambe Lambe und Dafa Studio und habe über 100 Kinderbücher illustriert. Meine Arbeiten wurden mit internationalen Preisen wie den Cannes Lions, Clio Awards und Big Idea Awards ausgezeichnet. Ich interessiere mich besonders für kreative Prozesse – ob intuitiv oder systematisch – und sehe Kreativität als essenzielle Kraftquelle für meine Arbeit.

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Ein Titel vom Verlag edition riedenburg, Salzburg.
Wir machen Bücher mit viel Liebe und in Handarbeit, ganz ohne KI.

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Inhalt

Vorwort ... 4

Der Zauber ist entfesselt! ... 7

Ich bin Kilian, wer bist du? ... 9
So war es früher ... 13
Die grauenvolle Mathearbeit ... 16
Als die Klammer-Krake baden ging  ... 20
Zu Hause: Rettung Kühlpads ... 23
Ich bin ein Held! ... 31
Viel zu viele Termine! ... 33
Gemeinheiten in der Schule ... 41
Die Sachen mit Stänker-Max und Zoff-Lenny ... 46
Das Gespräch mit Frau Winter ... 48
Das Handbuch der verzauberten Tiere ... 53
Zu Besuch im Zauberwald ... 57
Die lange Reise zum Zauber-Meer ... 64
Überraschung in der Schule ... 74
Meine Freunde, die Zauber-Tiere ... 78

Kilians Zauber-Rituale ... 81

Kilians Kieferturnen: Dehnungs-Ritual ... 82
Den Nacken dehnen und entspannen ... 84
Die Zauber-Massage: Wohlfühl-Ritual ... 85
Akupressur-Matte und Akupressur-Stirnband ... 88
Die Zauber-Berührung: Selbst-Akupressur ... 90
Die Zauber-Worte: Motivations-Ritual  ... 91
Der Zauber-Freizeit-Park: Wald-Ritual ... 92
Der Zauber-Urlaub: Meer-Ritual ... 96
Der Zauber-Fluss: Wasser-Ritual ... 97
Die Zauber-Höhle: Salzgrotten-Ritual ... 99
Die Zauber-Ohren: Musik- und Lese-Ritual ... 100
Das Zauber-Training: Sport-Ritual ... 101
Der Zauber-Kopf: Entspannungsrituale ... 102
Die Zauber-Therapie: Möglichkeiten ... 107
Die Zauber-Kommunikation: Mitteilungs-Ritual ... 108
Anderen Kopfschmerzen erklären: Spickzettel ... 109
Die Zauber-Geduld: Kein-Druck-Ritual ... 110
Die Zauber-Kräfte: Stärken-Liste ... 111
Der Zauber-Wochenplan ... 112
Das Handbuch der verzauberten Tiere ... 116

Literatur und Empfehlungen ... 124

Leseprobe

Vorwort

Liebe Kinder!
Liebe Erwachsene!

Ich möchte allen Kindern, die unter Spannungskopfschmerzen und Migräne leiden, Mut machen: Ihr könnt lernen, besser mit den fiesen Kopfschmerzattacken umzugehen. Und ihr könnt es schaffen, dass sie weniger werden.

Eine klare Unterscheidung zwischen Spannungskopfschmerzen und Migräne ist bei kindlichen Kopfschmerzen oft nicht möglich. Am schwierigsten ist die Diagnose bei kleinen Kindern, die noch nicht sagen können, dass sie Kopfweh haben. Sie hören beispielweise einfach nur mit dem Spielen auf und ziehen sich zurück.

Spannungskopfschmerzen zeigen sich bei Kindern meist beidseitig als drückend und beengend. Betroffene Kinder können auch unter Lichtempfindlichkeit (Photophobie) oder Geräuschempfindlichkeit (Phonophobie) leiden.

Bei Migräne haben Kinder meist einseitig oder beidseitig pulsierende Kopfschmerzen. Die kindlichen Migränesymptome sind unterschiedlich ausgeprägt und zeigen sich unter anderem so: Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Lichtempfindlichkeit oder Geräuschempfindlichkeit.

Bei Migräne mit Aura können folgende Symptome vorkommen: Sehstörungen wie zum Beispiel Flimmern oder Zickzacklinien, Taubheitsgefühle oder Sprachstörungen. Eine Sonderstellung hat in diesem Zusammenhang das sogenannte Alice-im-Wunderland-Syndrom, nämlich die verzerrte Wahrnehmung von Gegenständen und Personen einschließlich der eigenen Person.

Es kann manchmal auch sein, dass Spannungskopfschmerzen und Migräne ineinander übergehen.

Ganz wichtig ist: Wenn ihr häufige und starke Kopfschmerzen habt, geht mit euren Eltern zu eurer Kinderärztin oder zu eurem Kinderarzt und lasst es abklären! Nur so kann eine optimale Therapie erfolgen.

Als Ergänzung zur ärztlichen Begleitung habe ich euch Kilians Geschichte mit seinen Zaubertieren geschrieben. Hier erfahrt ihr: Was können die möglichen Ursachen und was die konkreten Auslöser für Kopfweh sein? Wie können sich akute Kopfschmerzen anfühlen und wo treten sie auf? Welche Möglichkeiten der Selbsthilfe gibt es in Ergänzung zur ärztlichen Therapie?

Für die Selbsthilfe eignen sich unter anderem die zahlreichen Rituale und Maßnahmen im Anschluss an Kilians Geschichte. Ganz zum Schluss findet ihr außerdem noch das Handbuch der verzauberten Tiere. Füllt es am besten gemeinsam mit euren Eltern, Großeltern, Geschwistern oder Freunden aus.

Ich wünsche euch eine entspannende Zeit mit Kilians Buch!

Aniko Lerch

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Ich bin Kilian, wer bist du?

Ich heiße Kilian und bin 8 Jahre alt. Gemeinsam mit meinen Eltern, meinem großen Bruder Clemens und meiner Katze Kiki wohne ich in einem hellgrauen Haus mit dunkelroten Fensterläden und kleinem Garten. Die Zimmer von Clemens und mir sind direkt nebeneinander. Clemens ist eigentlich ein mega cooler Bruder, nur manchmal nervt er mich mit seinen Sprüchen.

Ach ja, und dann wohnen da natürlich noch die zwei verzauberten Tiere bei uns. Genauer gesagt: Sie wohnen in meinem Kopf und du kannst sie nicht sehen. Möchtest du wissen, wer das ist?

Da ist zum einen die Zauber-Krake. Mit ihren acht Armen und ihrem Plopp – Plopp – Plopp hatte sie früher als Klammer-Krake meinen Kopf so fest im Griff, dass ich manchmal glaubte, sie würde ihn am liebsten auf Walnussgröße zusammenquetschen.

Und zum anderen gibt es da noch den Zauber-Specht. Sein donnerndes Tokk – Tokk – Tokk als Klopf-Specht hat meinen Schädel gefühlt früher fast zerhämmert!

Die beiden Zaubertiere begleiten mich, seit ich denken kann. Sie schlummern als Klammer-Krake und Klopf-Specht in meiner Birne und warten dort bloß auf ihren Einsatz:

Zu viel Stress gehabt in der Schule? Plopp!

Zu laut und wuselig gewesen beim Schulausflug? Tokk!

Zu viele Termine in einen Tag gepackt? Plopp Tokk!

Ich bin nicht schuld am Kopfweh. Es kommt einfach so. Zum Glück weiß ich inzwischen, was dagegen hilft!

Geht es dir wie mir? Hast du auch ein Zauberland mit verhexten Tieren im Kopf, das manchmal lebendig wird?

Du bist nicht allein mit Klammer-Krake und Klopf-Specht, die dein Kopfweh hervorrufen. Wenn du möchtest, nehme ich dich gerne mit auf meine Reise.

In diesem Buch erzähle ich dir nämlich, wie ich Klammer-Krake und Klopf-Specht von ihrem Zauber entfesselt habe und sie sogar zu meinen Freunden wurden.  Und stell dir vor: Inzwischen chillt mein Zauber-Specht die meiste Zeit im Wald.

Und auch die Zauber-Krake ist heute meistens lieber alleine im Meer unterwegs, als dass sie bei mir rumhängt.

Glaub mir: Du kannst selbst etwas gegen dein Kopfweh tun! Das habe ich herausgefunden.

Und ich möchte dir alles darüber verraten.

Lass uns gemeinsam ins verhexte Zauberland reisen und dort für Ruhe sorgen!

Übrigens: Nach meiner Geschichte findest du super Ideen zum Mitmachen. Damit dein Kopfweh möglichst schnell besser wird.

Ich freue mich auf dich!

Dein Kilian

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Textauszug

So war es früher ...

Früher machten die verhexten Tiere in meinem Oberstübchen immer genau das, was sie selbst wollten und worauf sie gerade Bock hatten. Willst du wissen, was das war?

Zum Beispiel trommelte bereits am Morgen der Klopf-Specht dröhnend laut auf meinen Schädel ein und ließ nicht locker, bis er mich ins Bett zwang.

Am Abend wickelte sich die Klammer-Krake wie ein ultrastarkes Gummiband um meinen Kopf und klammerte sich mit ihren acht Armen dort fest.

Wenn ich besonders viel Stress hatte, kam es sogar dazu, dass beide Tiere gleichzeitig Vollgas gaben. Nachdem niemand in meinen Kopf hineinschauen und das Aua sehen konnte, versuchte ich, die Situation Frau Doktor Weidemann zu beschreiben. Sie war unsere Kinderärztin und kannte mich schon, seit ich ein Baby war.

Frau Doktor Weidemann hörte sich meine Beschreibungen genau an. Dann erklärte sie mir: „Die Unterscheidung deiner Kopfschmerzen ist vor allem bei Kindern sehr schwer. Die Spannungskopfschmerzen deiner Klammer-Krake können auch pulsierend sein. Und die durch deinen Klopf-Specht verursachte Migräne kann auch dumpfe Schmerzen hervorrufen. Hinzu kommt, dass wir bei der Migräne von einer genetischen Veranlagung sprechen. Also war oder ist wahrscheinlich jemand anderes aus deiner Familie auch betroffen.“

Für mich war es egal, wie es hieß und wer das hatte: Klammer-Krake und Klopf-Specht waren richtig schlimm! Mir ging es mit meinem Kopfweh sogar so schlecht, dass ich manchmal von Mama aus der Schule abgeholt werden musste. Das war total doof, denn ich verpasste viel vom Unterricht und musste daheim alles nachlernen.

Frau Doktor Weidemann sah mich aufmunternd und mit einem Lächeln an. Sie sagte: „Ich leite jeden Monat einen Yogakurs für Kinder. Das wäre genau das Richtige für dich als vorbeugende Maßnahme gegen deine Kopfschmerzen. Möchtest du kommen?“

Ich nickte. „Machen wir da auch den brüllenden Löwen?“, wollte ich wissen. Davon hatte ich einmal in einem Kinder-Yoga-Buch gelesen. „Beim Löwen reißt man den Mund ganz weit auf und streckt die Zunge raus. Das kann ich bestimmt mal für die Schule brauchen.“

Frau Doktor Weidemann lachte. „Ja, den Löwen machen wir natürlich. Der Löwe und die anderen Übungen werden dir helfen, dich zu entspannen und alles ein bisschen zu lockern.“

Die grauenvolle Mathearbeit

Manche Kinder aus meiner Klasse dachten, ich würde freiwillig zu Hause bleiben und hätte gar kein Kopfweh. In der Schule musste ich mir deshalb immer wieder fiese Sachen anhören.

Zum Beispiel von Stänker-Max und Zoff-Lenny. Sie sagten gemeine Dinge wie: „Bist du auch mal wieder da?“, oder, „Na, Killi, hattest du wieder keinen Bock auf Schule?“

Zum Glück begrüßten mich meine echten Freunde ganz normal.

„Geht’s dir wieder gut, Kilian?“, fragte Lea, wenn ich ohne Klammer-Krake oder Klopf-Specht zurückkam. „Schön, dass du zurück bist“, freute sich Anton.

Das war ein gutes Gefühl.

Auch die Lehrer waren unterschiedlich im Umgang mit meinem Kopfweh. Einmal fehlte ich wegen Klammer-Krake und Klopf-Specht ein paar Tage. In dieser Zeit verpasste ich eine Mathearbeit.

Herr Teekessel, der Mathelehrer, begrüßte mich am ersten Schultag nach meinem Fehlen mit den Worten: „Hallo, Kilian! Wie praktisch, dass du wieder da bist. Du kannst die Mathearbeit jetzt sofort in der Bibliothek nachschreiben.“

Mir wurde sofort schlecht und schummrig.

Ich wusste gar nicht, was ich sagen sollte.

Deshalb nickte ich nur stumm.

Dann führte mich Herr Teekessel in die dunkelste, gruseligste Ecke der Schulbibliothek. Er zeigte auf einen Tisch mit Stuhl und gab mir das Aufgabenblatt.

„Setz dich“, befahl er mir. „Du kannst loslegen. Um 9 Uhr 15 hole ich dich wieder ab.“

Loslegen? Jetzt, hier, auf der Stelle? Ohne Vorwarnung?

Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Noch dazu Mathe!

Das Gefühl, es nicht zu schaffen, erweckte automatisch mein Zauberland im Kopf zum Leben: Die Klammer-Krake war nämlich sofort zur Stelle und drückte mich mit ihren acht Armen platt.

Auch der Klopf-Specht ließ schon von sich hören und begann erst leise, dann immer lauter sein

Tokk – Tokk – Tokk zu klopfen.

Mist! Schon wieder hatte ich Kopfweh!

Nach der schrecklich schweren Mathearbeit war mein Kopfweh sogar so schlimm geworden, dass mich meine Mama erst recht wieder vorzeitig aus der Schule abholen musste. Das war schmerzhaft und peinlich zugleich. Vor allem wegen der fiesen Kommentare von – eh klar, Stänker-Max und Zoff-Lenny.

Zum Glück gab es in der Schule auch verständnisvolle Lehrer wie die nette Frau Winter, meine neue Klassenlehrerin.

Wenn ich wegen der verhexten Zauber-Tiere eine Klassenarbeit verpasste und nach dem Kopfweh zurück in die Schule kam, sagte sie freundlich: „Kilian, du schreibst die Klassenarbeit natürlich erst nächste Woche nach.“

Darüber war ich sehr erleichtert.

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Kilians Zauber-Rituale

Mit diesen Ritualen hat es Kilian geschafft, dass seine starken Kopfschmerzen nachgelassen haben.
Probiere die Rituale einfach nach Lust und Laune aus! Sie sind natürlich auch gut geeignet für alle Menschen ohne Kopfweh.

Über manchen Ritualen ist Kilians Mama abgebildet. Das bedeutet, dass du dieses Ritual am besten mit Hilfe eines Erwachsenen durchführst.

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Kilians Kieferturnen: Dehnungs-Ritual

Kieferkneten: Das Kieferkneten macht deine Kiefermuskulatur weicher und entspannt sie.
So geht‘s: Lege zwei bis drei Finger auf Höhe deiner Ohrläppchen auf deinen Kiefer und knete und drücke, sodass du es spürst, es aber nicht weh tut. Mache dabei kreisende Bewegungen. Diese Übung kannst du gleichzeitig links und rechts ausführen.

Der brüllende Löwe: Eine Yoga-Übung für mehr Weite im Mundraum und eine starke Zunge.
So geht‘s: Öffne deinen Mund weit und strecke deine Zunge raus. Halte den Mund kurz offen und mache ihn dann wieder zu. Du kannst beim Ausatmen auch Brüllgeräusche wie ein echter Löwe machen und zusätzlich die Augen weit aufreißen.
Tipp: Diese Übung geht auch auf dem Rücken liegend: Der Körper ist kerzengerade und die Hände stützen den Oberkörper nach oben. Der Kopf ist überstreckt, der Blick geht nach hinten. So wird zusätzlich der Hals gedehnt.

Das Kamel-Kinn: Diese Kieferübung kräftigt dein Kiefer und führt zu mehr Beweglichkeit.
So geht‘s: Stell dir ein kauendes Kamel vor: Es kreist mit seinem Mund. Mach mit deinem Kinn ähnliche Bewegungen.
Drück in einer weiteren Kamel-Übung dein Kinn ein paar Mal für einige Sekunden nach vorne und lass dann wieder locker.

Die Frosch-Zunge: Für mehr Kraft in der Zunge.
So geht‘s: Stell dir vor, dass du ein Frosch bist und mit deiner Zunge Insekten fangen möchtest. Strecke deine Zunge für ein paar Sekunden gerade nach vorne raus, so weit du kannst. Es darf nicht wehtun.
Zieh deine Zunge dann langsam wieder zurück, schlucke einmal und atme tief ein und wieder aus. Mache diese Übung dann gleich nochmal.

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[...]

Das Zauber-Training: Sport-Ritual

Mein Kind geht regelmäßig zum Sport. Natürlich kann es jede beliebige Sportart sein, die meinem Kind Spaß macht. Bei Teamsportarten kommt außerdem der gemeinsame Spaß hinzu.

Regelmäßige Bewegung kann Kopfschmerzen deutlich reduzieren. Insbesondere ist dies bei Ausdauersportarten wie zum Beispiel Laufen, Schwimmen oder Radfahren 3 x pro Woche belegt.
Die Muskeln entspannen sich nach vorheriger sportlicher Muskelaktivität wieder und der Stress geht zurück. Zudem werden beim Sport Endorphine freigesetzt. Auch verbessert sich die Durchblutung durch die vermehrte Zufuhr von Sauerstoff.

Unzählige wissenschaftliche Studien belegen, dass wir Menschen besser leben und älter werden, wenn wir ein gesundes Maß an regelmäßigem Sport betreiben.

 

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  • Aniko Lerch

    Die Autorin und studierte Juristin Aniko Lerch wohnt mit ihrer Familie in Deutschland, Baden-Württemberg. Aus ihren Federn stammt auch das Kinderbuch „Eine Kugel Schoko bitte! Emmos Weg aus dem Aniko Lerch, Autorin bei edition riedenburgSelektiven Mutismus“. Mit ihrem Kinderbuch „Der Zauber ist entfesselt! Was Kinder und Erwachsene aktiv gegen Spannungskopfschmerzen und Migräne tun können“ geht sie ihrem Herzenswunsch weiter nach, betroffene Kinder und deren Familien zu unterstützen. Anikos eingehende Beschäftigung und Erfahrung mit dem Thema Spannungskopfschmerzen und Migräne verbindet sie mit einer fantasievollen und liebevoll illustrierten Geschichte und selbstwirksamen Ritualen, die den Kindern und ihrem Umfeld helfen, akute Schmerzen im Kopf durch konkrete Maßnahmen zu lindern und ihnen langfristig – so gut es geht – aktiv vorzubeugen.

    Bücher von Aniko Lerch